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<title>Menschenhandel</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Menschenhandel</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Menschenhandel</b> bedeutet, sich einer anderen Person unter Ausnutzung ihrer persönlichen oder <a href="Armut" title="Armut">wirtschaftlichen Zwangslage</a> oder <a href="Hilflosigkeit" title="Hilflosigkeit">Hilflosigkeit</a> zu bemächtigen, um sie zu bestimmten Zwecken auszubeuten, etwa zur <a href="Zwangsprostitution" title="Zwangsprostitution">Zwangsprostitution</a> oder zu anderen erzwungenen Tätigkeiten.
</p><p>Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bezeichnete der Begriff den <a href="Sklavenhandel" title="Sklavenhandel">Handel mit Sklaven</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit <a href="Abolitionismus" title="Abolitionismus">Abschaffung der Sklaverei</a>, gesellschaftlichen Modernisierungsprozessen infolge der <a href="Urbanisierung" title="Urbanisierung">Urbanisierung</a> und vor allem mit der Entwicklung der <a href="Dampfschifffahrt" class="mw-redirect" title="Dampfschifffahrt">Dampfschifffahrt</a> breitete sich ab dieser Zeit der schon immer in verschiedensten Formen bestehende <a href="Frauenhandel" title="Frauenhandel">Frauenhandel</a> international und interkontinental aus. Anfangs noch als Begleiterscheinung der <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostitution</a> betrachtet, wurden ab Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere internationale Abkommen dagegen verabschiedet, die neben Frauen- und Mädchenhandel teilweise bereits den Begriff des Menschenhandels thematisierten. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts folgten weitere Abkommen, in denen der Begriff expliziter hervorgehoben wurde.
</p><p>Obwohl das Phänomen anfangs synonym als „weiße“ und später als „moderne Sklaverei“ (vor allem vom US-amerikanischen <a href="Soziologe" title="Soziologe">Soziologen</a> <a href="Kevin_Bales_(Soziologe)" title="Kevin Bales (Soziologe)">Kevin Bales</a>)<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezeichnet wurde, grenzte die <a href="Charta_der_Grundrechte_der_Europ%C3%A4ischen_Union" title="Charta der Grundrechte der Europäischen Union">EU-Grundrechte-Charta</a> aus dem Jahr 2000 <a href="Sklaverei" title="Sklaverei">Sklaverei</a> zusammen mit <a href="Leibeigenschaft" title="Leibeigenschaft">Leibeigenschaft</a> sowie illegaler <a href="Zwangsarbeit" title="Zwangsarbeit">Zwangs- und Pflichtarbeit</a> explizit vom Menschenhandel ab. Da der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien bereits zwei Jahre später alle vier Begriffe als Weiterentwicklung des traditionellen Sklaverei-Konzepts bezeichnete, können die Übergänge zwischen den Begriffen als fließend betrachtet werden. Menschenhandel ist von <a href="Menschenschmuggel" title="Menschenschmuggel">Menschenschmuggel</a> zu unterscheiden, da es sich bei Menschenschmuggel lediglich um die Unterstützung bei der Überschreitung von Grenzen handelt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Menschenhandel gehört inzwischen zu den Erscheinungsformen der <a href="Organisierte_Kriminalit%C3%A4t#Betätigungsfelder" title="Organisierte Kriminalität">organisierten Kriminalität</a>. Es handelt sich um ein globales Phänomen im Spannungsfeld zwischen strafrechtlicher Verbrechensbekämpfung, Migrationspolitik und Menschenrechtsverletzung.
</p><p>Verlässliche Zahlen zum Ausmaß des nationalen und internationalen Menschenhandels gibt es wegen der vielfältigen Erscheinungsformen, unterschiedlicher Erhebungsmethoden und eines großen <a href="Dunkelziffer#Dunkelziffer_und_Dunkelfeld" title="Dunkelziffer">Dunkelfelds</a> nicht.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein UN-Bericht von 2014 dokumentiert weltweit 40.177 Beispiele aus 152 Ländern.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Danach ist ein Drittel der Opfer von Menschenhandel minderjährig. Die Opfer stammen vor allem aus Afrika, Süd- und Ostasien sowie Osteuropa und werden nach Westeuropa, Nordamerika und auf die Arabische Halbinsel geschleust, 70 Prozent der Opfer sind Frauen, die wenigsten Täter werden verurteilt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Internationale Arbeitsorganisation (<a href="Internationale_Arbeitsorganisation" title="Internationale Arbeitsorganisation">ILO</a>) schätzt für das Jahr 2012 die Anzahl der Menschen in Zwangsarbeit auf weltweit über 20 Millionen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Internationale_Übereinkommen"><span id="Internationale_.C3.9Cbereinkommen"></span>Internationale Übereinkommen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vereinte_Nationen">Vereinte Nationen</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Konvention_zur_Unterbindung_des_Menschenhandels_(1949)"><span id="Konvention_zur_Unterbindung_des_Menschenhandels_.281949.29"></span>Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels (1949)</h4></div>
<p>Menschenhandel wurde zunächst als Begleiterscheinung der <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostitution</a> in der internationalen Sozial- und Kriminalpolitik thematisiert.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zwischen 1904 und 1933 wurden insgesamt vier internationale Abkommen gegen den Mädchenhandel verabschiedet.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Keines dieser Abkommen lieferte eine präzise Definition dessen, was als Frauenhandel gelten sollte, wobei sie sich alle mit mehr oder weniger erzwungenen Formen der transnationalen Mobilität von Frauen und Mädchen zum Zwecke der mehr oder weniger freiwilligen sexuellen Arbeit befassten.
</p><p>Während die ersten beiden Abkommen noch den Begriff der „weißen Sklaverei“ (<i>White Slave Traffic</i>) enthielten, wurde mit der Übernahme des Themenkomplexes durch den <a href="V%C3%B6lkerbund" title="Völkerbund">Völkerbund</a> und im Kontext der Verabschiedung einer weiteren Konvention im Jahre 1921 das neutralere Konzept des <a href="Frauenhandel" title="Frauenhandel">Frauen-</a> und <a href="Kinderhandel" title="Kinderhandel">Kinderhandels</a> übernommen. 1933 wurde eine weitere Konvention verabschiedet, die sich erstmals mit erzwungener Prostitution und dem Handel mit volljährigen Frauen befasste. Unter Frauenhandel sei die transnationale Vermittlung und Verbringung von Frauen zu verstehen, „um der Unzucht eines anderen Vorschub zu leisten, zu unsittlichem Zwecke“ (<i>gratify the passions of another</i>).<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1949 verabschiedete die Generalversammlung der <a href="Vereinte_Nationen" title="Vereinte Nationen">Vereinten Nationen</a> die <a href="Konvention_zur_Unterbindung_des_Menschenhandels_und_der_Ausnutzung_der_Prostitution_anderer" title="Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer">Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels und der Ausnutzung der Prostitution anderer</a>.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese kann auf die zunehmend transnationalen Bemühungen der sogenannten <a href="Abolitionismus" title="Abolitionismus">abolitionistischen</a> Bewegung gegen staatlich reglementierte Prostitution einerseits und auf die internationalen Verrechtlichungsprozesse im Kontext der Bekämpfung des Frauen- und Mädchenhandels seit Ende des 19. Jahrhunderts andererseits zurückgeführt werden. Die Konvention von 1949 sollte die bis dahin verabschiedeten Abkommen zusammenfassen und nicht nur die polizeilichen Aspekte berücksichtigen, sondern auch der in der Nachkriegszeit verbreiteten Auffassung von Prostitution als sozialem Problem Rechnung tragen. Sie kriminalisierte Drittparteien wie <a href="Zuh%C3%A4lter" class="mw-redirect" title="Zuhälter">Zuhälter</a>, <a href="Kuppelei" title="Kuppelei">Kupplerinnen</a> und Menschenhändler, verbot eine Diskriminierung von Prostituierten durch staatliche Lizenzierungs- und Überwachungssysteme und sah neben Präventionsprogrammen auch Maßnahmen zur sozialen Rehabilitierung bei Aufgabe der Prostitution vor.
</p><p>Die <a href="UN-Menschenrechtskommission" class="mw-redirect" title="UN-Menschenrechtskommission">UN-Menschenrechtskommission</a> gründete 1974 die Arbeitsgruppe über Sklaverei. Die <a href="UN-Konvention_zur_Beseitigung_jeder_Form_von_Diskriminierung_der_Frau" title="UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau">UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau</a> (CEDAW) von 1979 enthält unter anderem die Abschaffung jeder Form des Frauenhandels und der <a href="Ausbeutung" title="Ausbeutung">Ausbeutung</a> der Prostitution von Frauen. Damit einher geht seit den 1970er Jahren ein zunehmendes Engagement von Selbsthilfeorganisationen, etwa des International Committee for Prostitutes Rights (ICPR) für eine <a href="Entkriminalisierung" title="Entkriminalisierung">Entkriminalisierung</a> der Prostitution und Anerkennung als eine anderen Tätigkeiten sozial und rechtlich gleichwertige <a href="Erwerbsarbeit" class="mw-redirect" title="Erwerbsarbeit">Erwerbsarbeit</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Zusatzprotokoll_„Menschenhandel“_zur_Palermo-Konvention_(2000)"><span id="Zusatzprotokoll_.E2.80.9EMenschenhandel.E2.80.9C_zur_Palermo-Konvention_.282000.29"></span>Zusatzprotokoll „Menschenhandel“ zur Palermo-Konvention (2000)</h4></div>
<p>Das <a href="%C3%9Cbereinkommen_gegen_die_grenz%C3%BCberschreitende_organisierte_Kriminalit%C3%A4t" title="Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität">Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität</a> vom 15. November 2000 <i>(United Nations Convention against Transnational Organized Crime and the Protocols Thereto – UNTOC</i>, „Palermo-Konvention“)<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dient der internationalen Zusammenarbeit, um die grenzüberschreitende <a href="Organisierte_Kriminalit%C3%A4t" title="Organisierte Kriminalität">organisierte Kriminalität</a> wirksamer zu verhüten und zu bekämpfen.
</p><p>In der Anlage II wurde ergänzend das <i>Protokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels</i> mit verabschiedet.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es erhebt den Anspruch, das einzige allgemein gültige Übereinkommen zu sein, das neben der sexuellen Ausbeutung auch alle weiteren Aspekte des Menschenhandels erfasst, wie Arbeitsausbeutung, illegale Organentnahme, Leibeigenschaft oder sklavereiähnliche Praktiken. Es widmet Frauen und Kindern als den Hauptbetroffenen des Menschenhandels besondere Aufmerksamkeit. Die vom Zusatzprotokoll explizit genannten Tathandlungen sind die Anwerbung, Beförderung, Beherbergung und Empfang von Personen. <a href="Tatmittel" title="Tatmittel">Tatmittel</a> sind Androhung oder Anwendung von Gewalt, diverse Formen der <a href="Freiheitsdelikt" title="Freiheitsdelikt">Nötigung</a> (z. B. <a href="Entf%C3%BChrung" title="Entführung">Entführung</a>), <a href="Arglistige_T%C3%A4uschung" title="Arglistige Täuschung">arglistige Täuschung</a>, <a href="Betrug_(Deutschland)" title="Betrug (Deutschland)">Betrug (Deutschland)</a>, Missbrauch von Macht, Einfluss oder Druckmitteln, Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses und/oder <a href="Bestechung" title="Bestechung">Bestechung</a> des Gewaltinhabers.
</p><p>Das Übereinkommen enthält Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, ein umfassendes internationales Vorgehen in den Herkunfts-, Transit- und Zielländern, Maßnahmen zur Verhütung dieses Handels sowie zur Bestrafung der Händler und zum Schutz der Opfer dieses Handels, namentlich durch den Schutz ihrer international anerkannten <a href="Menschenrechte" title="Menschenrechte">Menschenrechte</a>.
</p><p>Das Übereinkommen und das Zusatzprotokoll sind als <a href="V%C3%B6lkerrechtlicher_Vertrag" title="Völkerrechtlicher Vertrag">völkerrechtliche Verträge</a> für die Vertragsstaaten rechtsverbindlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Europarat">Europarat</h3></div>
<p>Eingedenk der <a href="Europ%C3%A4ische_Menschenrechtskonvention" title="Europäische Menschenrechtskonvention">Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten</a> (EMRK) von 1950 verabschiedete der <a href="Europarat" title="Europarat">Europarat</a> am 16. Mai 2005 das Übereinkommen zur Bekämpfung des Menschenhandels.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Es verbessert die Voraussetzungen zur Bekämpfung des Menschenhandels insbesondere im europäischen Raum. Neben einer Angleichung der Straftatbestände und einer effizienten Strafverfolgung auch über die Grenzen sieht es einen speziellen Opfer- und Zeugenschutz vor. Es schafft die Voraussetzungen für nachhaltige Maßnahmen der einzelnen Vertragsstaaten und für eine engere europäische Zusammenarbeit auf Basis der Begriffsbestimmung und Weiterentwicklung der Pflichten der Vertragsstaaten, die im Zusatzprotokoll „Menschenhandel“ zur Palermo-Konvention festgelegt wurden.
</p><p>Die Bundesrepublik Deutschland hat dem Übereinkommen mit Gesetz vom 12. Oktober 2012 zugestimmt.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Übereinkommen ist in Deutschland am 1. April 2013 in Kraft getreten.
</p><p>Die Expertengruppe für die Bekämpfung des Menschenhandels (<i>Group of Experts on Action against Trafficking in Human Beings – GRETA</i>) überwacht gem. Art. 36 ff. die Durchführung des Übereinkommens durch die Vertragsparteien. Im Juni 2015 wurde der Bericht über die Umsetzung des Übereinkommens durch Deutschland für den ersten <a href="Evaluierung" class="mw-redirect" title="Evaluierung">Evaluierungszyklus</a> vorgelegt,<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> im Oktober 2015 für Österreich<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und die Schweiz.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Europäische_Union"><span id="Europ.C3.A4ische_Union"></span>Europäische Union</h3></div>
<p>Die <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">Europäische Union</a> hat sich der Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels sowie dem Schutz der Rechte der Opfer insbesondere mit dem Rahmenbeschluss 002/629/JI des Rates vom 19. Juli 2002 zur Bekämpfung des Menschenhandels<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und dem EU-Plan über bewährte Vorgehensweisen, Normen und Verfahren zur Bekämpfung und Verhütung des Menschenhandels von 2005<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> angenommen.
</p><p>Die <a href="Richtlinie_2011/36/EU_(Menschenhandelsrichtlinie)" title="Richtlinie 2011/36/EU (Menschenhandelsrichtlinie)">EU-Menschenhandelsrichtlinie</a> von 2011<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist das jüngste internationale Rechtsdokument und sieht ein integriertes, ganzheitliches und menschenrechtsbasiertes Vorgehen bei der Bekämpfung des Menschenhandels vor. Die Umsetzung der Richtlinie in deutsches Recht erfolgte mit dem Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels und zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes sowie des Achten Buches Sozialgesetzbuch vom 11. Oktober 2016 (MenHBVG),<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in Kraft getreten am 15. Oktober 2016.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Definition">Definition</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Legaldefinition">Legaldefinition</h3></div>
<p>Anlage II zur Palermo-Konvention definiert in Art. 3 Buchst. a „Menschenhandel“ als die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder den Empfang von Personen durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung, durch Entführung, Betrug, Täuschung, Missbrauch von Macht oder Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit oder durch Gewährung oder Entgegennahme von Zahlungen oder Vorteilen zur Erlangung des Einverständnisses einer Person, die Gewalt über eine andere Person hat, zum Zweck der Ausbeutung. Ausbeutung umfasst mindestens die Ausnutzung der Prostitution anderer oder andere Formen sexueller Ausbeutung, Zwangsarbeit oder Zwangsdienstbarkeit, Sklaverei oder sklavereiähnliche Praktiken, Leibeigenschaft oder die Entnahme von Körperorganen.
</p><p>Dieser Definition folgen weitere internationale Rechtsdokumente wie Art. 4 des Europarat-Übereinkommens von 2005 oder Art. 2 der <a href="Richtlinie_2011/36/EU_(Menschenhandelsrichtlinie)" title="Richtlinie 2011/36/EU (Menschenhandelsrichtlinie)">EU-Menschenhandelsrichtlinie</a> von 2011.
</p><p>Art. 5 Abs. 3 der <a href="Charta_der_Grundrechte_der_Europ%C3%A4ischen_Union" title="Charta der Grundrechte der Europäischen Union">EU-Grundrechtecharta</a> (GrCH)<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> verbietet Menschenhandel und grenzt ihn von <a href="Sklaverei" title="Sklaverei">Sklaverei</a> und <a href="Leibeigenschaft" title="Leibeigenschaft">Leibeigenschaft</a> (Art. 5 Abs. 1 GrCH) sowie <a href="Zwangsarbeit" title="Zwangsarbeit">Zwangs- oder Pflichtarbeit</a> (Art. 5 Abs. 2 GrCH) ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rechtsprechung_des_Europäischen_Gerichtshofs_für_Menschenrechte"><span id="Rechtsprechung_des_Europ.C3.A4ischen_Gerichtshofs_f.C3.BCr_Menschenrechte"></span>Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte</h3></div>
<p>Im Jahr 2010 entschied der <a href="Europ%C3%A4ischer_Gerichtshof_f%C3%BCr_Menschenrechte" title="Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte">EGMR</a> durch Auslegung „im Lichte der heutigen Verhältnisse“, dass Menschenhandel, wie ihn das Palermo-Protokoll und das Übereinkommen des Europarats definieren, in den Anwendungsbereich von <a href="Europ%C3%A4ische_Menschenrechtskonvention#Artikel_4_–_Verbot_der_Sklaverei_und_der_Zwangsarbeit" title="Europäische Menschenrechtskonvention">Art. 4 EMRK</a> fällt, obwohl Menschenhandel dort nicht ausdrücklich erwähnt ist.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Fehlen einer ausdrücklichen Erwähnung von Menschenhandel in der EMRK überrasche nicht, da sie von der <a href="Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenrechte" title="Allgemeine Erklärung der Menschenrechte">Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte</a> von 1948 inspiriert worden sei, deren Art. 4 »Sklaverei und Sklavenhandel« verbietet. Menschenhandel als globales Phänomen habe seitdem deutlich zugenommen. Bei der Einschätzung des Anwendungsbereichs von Art. 4 EMRK dürften weder die besonderen Merkmale der EMRK als Vertrag zum Schutz der Menschenrechte noch die Tatsache aus den Augen verloren werden, dass sie ein lebendiges Instrument sei, das im Licht der gegenwärtigen Bedingungen ausgelegt werden müsse.
</p><p>Der <a href="Internationaler_Strafgerichtshof_f%C3%BCr_das_ehemalige_Jugoslawien" title="Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien">Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien</a> habe bereits 2002 festgestellt,<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dass sich das traditionelle Konzept der Sklaverei dahingehend entwickelt habe, dass es verschiedene Formen der Versklavung umfasse, die auf der Ausübung jener Befugnisse beruhen, die mit dem für die Sklaverei typischen Eigentumsrecht an anderen Menschen einhergehen.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Angesichts der Ausbreitung sowohl des Menschenhandels selbst als auch der Maßnahmen zu seiner Bekämpfung hielt es der EGMR für angemessen zu prüfen, inwiefern Menschenhandel als solcher dem Sinn und Zweck von Art. 4 EMRK widerspreche und damit in den Anwendungsbereich dieser Bestimmung falle, ohne dass geprüft werden müsse, welche der drei verbotenen Kategorien der <a href="Sklaverei" title="Sklaverei">Sklaverei</a>, der <a href="Leibeigenschaft" title="Leibeigenschaft">Leibeigenschaft</a> oder der <a href="Zwangsarbeit" title="Zwangsarbeit">Zwangs- und Pflichtarbeit</a> durch die spezifische Behandlung im vorliegenden Fall betroffen sei.
</p><p>Aufgrund seines auf Ausbeutung gerichteten Ziels beruhe Menschenhandel auf der Ausübung von Befugnissen, die mit dem Eigentumsrecht verbunden seien. Er behandele Menschen als Gegenstände, die ge- und verkauft und zur Arbeit gezwungen würden, meist in der Sexindustrie. Er setze die enge Überwachung der Aktivitäten der Opfer voraus, deren Bewegungsfreiheit oft eingeschränkt werde. Er bringe die Anwendung von Gewalt und Drohungen gegen die Opfer mit sich, die unter schlechten Bedingungen wohnten und arbeiteten. Es könne daher kein Zweifel daran bestehen, dass Menschenhandel die menschliche Würde und die Grundfreiheiten seiner Opfer bedrohe und unvereinbar mit einer demokratischen Gesellschaft und den Werten der EMRK sei.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Erscheinungsformen">Erscheinungsformen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Menschenhandel_zum_Zweck_der_Arbeitsausbeutung">Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung</h3></div>
<p>Wenn von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung gesprochen wird, ist damit gemeint, dass die Notlage von Arbeitskräften massiv ausgenutzt wird oder sie gezwungen werden, ihre Arbeitskraft ohne angemessene Gegenleistung einzusetzen. Die Betroffenen werden in ihrer Handlungsfreiheit so weit eingeschränkt, dass sie nicht mehr frei über ihre Arbeitskraft verfügen können. Sie werden nicht oder nicht angemessen entlohnt und müssen unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten.
</p><p>Strafrechtlich ist die Schwelle zu Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung in Deutschland dann überschritten, wenn Personen mittels Täuschung, Zwang, Drohungen oder Gewaltanwendung zur Aufnahme und Fortsetzung von Dienstleistungen und Tätigkeiten gebracht oder gezwungen werden, die ausbeuterisch oder sklavenähnlich sind. Die Arbeitsverhältnisse zeichnen sich zum Beispiel durch schlechte Bezahlungen, lange Arbeitszeiten, überhöhte Vermittlungsgebühren und/oder Mietzahlungen, gefährliche Arbeitsbedingungen und Vorenthalten des Lohns aus.
</p><p>Zwar suggeriert der Begriff, dass Betroffene zwischen Ländern gehandelt werden, dies ist allerdings nicht zwangsläufig der Fall. Der Tatbestand des Menschenhandels setzt in Deutschland kein Überschreiten von Ländergrenzen voraus. Menschenhandel kann sowohl zulasten von <a href="Migranten" class="mw-redirect" title="Migranten">Migranten</a> verwirklicht werden, deren Hilflosigkeit, die mit dem Aufenthalt in Deutschland verbunden ist, ausgenutzt wird als auch zulasten Deutscher unter Ausnutzung einer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage. Bei Personen unter 21 Jahren spielt die nationale Herkunft keine Rolle.
</p><p>Der Übergang zwischen ungünstigen und schlechten Arbeitsbedingungen, Arbeitsausbeutung und Menschenhandel ist oft fließend und eine Zuordnung schwierig. Manchmal verschärft sich ein eingangs „nur“ ungünstiges Arbeitsverhältnis im Laufe der Zeit derart, dass Arbeitsausbeutung oder sogar Menschenhandel vorliegt.
</p><p>Einige Branchen scheinen von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung stärker zu profitieren als andere. Nach gegenwärtigen Einschätzungen findet Menschenhandel vermehrt in folgenden Branchen statt: <a href="Landwirtschaft" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a>, <a href="Gesundheits-_und_Krankenpflege" title="Gesundheits- und Krankenpflege">Pflege</a>, private Haushalte (Haushaltshilfen, <a href="Reinigungskraft" title="Reinigungskraft">Reinigungskräfte</a>, <a href="Au-Pair" class="mw-redirect" title="Au-Pair">Au-Pair</a> u. a.), Gastronomie etc.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Gründe, warum Personen von ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen und Menschenhandel betroffen sein können, sind zum Beispiel: falsche Versprechungen über Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten, wirtschaftliche und/oder aufenthaltsrechtliche Notlage, Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung der Familie im Herkunftsland, angebliche Schulden, die abbezahlt werden müssen, Anwendung von Gewalt, Drohung etc.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die meisten Betroffenen von Menschenhandel zur Ausbeutung der Arbeitskraft befinden sich in Asien, insbesondere in Indien.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die häufigste Ausprägungsform von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung in Indien ist dabei die <a href="Schuldknechtschaft" title="Schuldknechtschaft">Schuldknechtschaft</a>, welche über Generationen hinweg vererbt wird.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Menschenhandel_zum_Zweck_der_sexuellen_Ausbeutung">Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung</h3></div>
<p>Im Gegensatz zum Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung ist Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung (auch <i>sex trafficking</i> genannt) sowohl in den Medien und der Gesellschaft als auch in den internationalen Institutionen schon seit vielen Jahren ein sensibles und oft diskutiertes Thema. Betroffen sind von dieser Form der Ausbeutung vor allem Frauen und Mädchen.
</p><p>Laut des Bundeslagebildes Menschenhandel des <a href="Bundeskriminalamt_(Deutschland)" title="Bundeskriminalamt (Deutschland)">Bundeskriminalamtes</a> (BKA)<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> werden Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung häufig durch Täuschung zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution veranlasst. Angeworben über Zeitungsinserate oder Modelagenturen, werden die Betroffenen über die Art der Tätigkeit oder die Höhe des Verdiensts getäuscht. Darüber hinaus kommt es vor, dass Betroffene sich zwar freiwillig zur Ausübung der Prostitution entscheiden, dann aber mit Arbeitsbedingungen konfrontiert sind, denen sie vorher nicht zugestimmt haben und die zu ändern oder verlassen sie von den Tätern gehindert werden. Laut <a href="Bundeskriminalamt_(Deutschland)" title="Bundeskriminalamt (Deutschland)">BKA</a> wird nur ein geringer Anteil von Betroffenen durch Gewalt oder Drohung in die <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostitution</a> gezwungen.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch hohe Schulden für Einreise, Passbeschaffung etc. werden aber vor allem ausländische Betroffene in ein Abhängigkeitsverhältnis gedrängt und müssen einen Großteil ihres Verdienstes an die Täter abführen. In manchen Fällen werden Mädchen und junge Frauen durch die sog. <a href="Zwangsprostitution#Rekrutierung_nach_der_Loverboy-Methode" title="Zwangsprostitution">Loverboy-Methode</a> angeworben. Die Täter täuschen den Betroffenen eine Beziehung vor, um sie anschließend über emotionale Abhängigkeit in die Prostitution zu drängen und auszubeuten.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem aktuellen Global Report des <a href="B%C3%BCro_der_Vereinten_Nationen_f%C3%BCr_Drogen-_und_Verbrechensbek%C3%A4mpfung" title="Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung">Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC)</a> ist Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung die meist identifizierte Form von Menschenhandel weltweit. 53 % der global identifizierten Fälle von 2010 bis 2012 stehen laut den Vereinten Nationen im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Experten schätzen allerdings, dass Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung weit häufiger vorkommt und weltweit die am meisten verbreitete Ausbeutungsform des Menschenhandels ist. Diese Diskrepanz rührt laut den Vereinten Nationen vor allem daher, dass das Bewusstsein für die sexuelle Ausbeutung in der Gesellschaft und bei Strafverfolgungsorganen höher sei und diese Form der Ausbeutung somit öfter strafrechtlich verfolgt werde. Ebenso seien Fälle von <a href="Zwangsprostitution" title="Zwangsprostitution">Zwangsprostitution</a> und Ausbeutung zum Zweck anderer sexueller Handlungen wie <a href="Pornografie" title="Pornografie">Pornografie</a> oder <a href="Striptease" title="Striptease">Stripshows</a> sichtbarer als andere Ausbeutungsformen.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Nigeria" title="Nigeria">Nigeria</a>, vor allem im Südosten des Landes, werden junge Frauen und Mädchen an Orten, auch „Baby-Fabriken“ genannt, festgehalten, um Kinder zu gebären, die an kinderlose Paare im In- oder Ausland verkauft werden. Manche werden durch Versprechen von Arbeit und Unterkunft dorthin gelockt, was den Tätern angesichts des Stigmas unehelicher Schwangerschaften und des Abtreibungsverbots besonders leicht fällt. Manche werden vergewaltigt, um sie zu schwängern.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ebenfalls in direktem Bezug zu Nigeria stehen einige verbrecherische Geheimbünde wie die „Schwarze Axt“, die nigerianische Frauen unter Vorgabe falscher Tatsachen nach Europa schleusen und sie dort mit Lügen, Drohungen und Gewalt zur Prostitution zwingen – wozu sie vorgeblich verpflichtet seien, um hohe Summen für den erfolgten Transport zu zahlen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Andere_Ausbeutungszwecke">Andere Ausbeutungszwecke</h3></div>
<p>Neben Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und zur sexuellen Ausbeutung werden international weitere Zwecke wie die Ausbeutung zur <a href="Bettler" title="Bettler">Bettelei</a>, die Ausnutzung bei der Begehung strafbarer Handlungen oder die rechtswidrige Entnahme von Organen erfasst.
</p><p>Nach der <a href="Richtlinie_2011/36/EU_(Menschenhandelsrichtlinie)" title="Richtlinie 2011/36/EU (Menschenhandelsrichtlinie)">EU-Menschenhandelsrichtlinie</a> „sind Betteltätigkeiten als eine Form der Zwangsarbeit oder der erzwungenen Dienstleistung im Sinne des Übereinkommens Nr. 29 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von 1930 über Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verstehen. Die Ausbeutung für Betteltätigkeiten, wozu auch der Einsatz abhängiger Opfer des Menschenhandels als Bettler gehört, erfüllt daher nur dann die Definition des Menschenhandels, wenn alle Merkmale der Zwangsarbeit oder der erzwungenen Dienstleistung vorhanden sind. […] Die 'Ausnutzung für strafbare Handlungen' sollte als Ausnutzung einer Person zur Begehung unter anderem von Taschendiebstahl, Ladendiebstahl, Drogenhandel und sonstigen ähnlichen Handlungen verstanden werden, die unter Strafe stehen und der Erzielung eines finanziellen Gewinns dienen.“
</p><p>Menschenhandel zum Zweck der Organentnahme meint die Ausbeutung einer anderen Person unter Täuschung, Drohung oder Anwendung von Gewalt zum Zwecke der rechtswidrigen Entnahme von Organen. Auch diese Form des Menschenhandels umfasst ein breites Spektrum an Handlungen, kommt aber vor allem in drei Varianten vor. Zum einen gibt es Betroffene, die freiwillig der Organentnahme zustimmen, zu einem späteren Zeitpunkt aber nicht (oder nur teilweise) die ausgemachte Gegenleistung erhalten. In anderen Fällen werden den Betroffenen unter Zwang und gewaltsam die Organe ohne ihre Zustimmung entnommen, so mutmaßlich während des <a href="Organhandel_im_Kosovo" title="Organhandel im Kosovo">Kosovokriegs</a> 1999. Letztendlich wird ebenfalls von Fällen berichtet, bei denen Betroffene gegen ein tatsächliches oder vermeintliches Leiden behandelt und während der Behandlung unwissentlich die Organe entnommen werden.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Deutschland">Deutschland</h2></div>
<p>Menschenhandel gehört zu den <a href="Straftaten_gegen_die_pers%C3%B6nliche_Freiheit" title="Straftaten gegen die persönliche Freiheit">Straftaten gegen die persönliche Freiheit</a>.
</p><p>§ 232 StGB enthält den zeitlich vorgelagerten Tatbestand des Menschenhandels, der bereits mit der ersten Übernahme der Kontrolle über eine Person verwirklicht ist. Die §§ 232a StGB (<a href="Zwangsprostitution#Deutschland" title="Zwangsprostitution">Zwangsprostitution</a>) und 232b StGB (<a href="Zwangsarbeit#Nach_1945" title="Zwangsarbeit">Zwangsarbeit</a>) pönalisieren das anschließende Einwirken auf das Opfer zum Zwecke der Ausbeutung. Die §§ 233 und 233a StGB stellen die kommerzielle Ausbeutung der Arbeitskraft und die Ausbeutung unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung unter Strafe. Allen Tatbeständen ist gemeinsam, dass die Tathandlungen jeweils entweder unter Einsatz eines Nötigungsmittels oder List oder unter Ausnutzung der persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage des Opfers oder dessen Hilflosigkeit, die mit dem Aufenthalt in einem für das Opfer fremden Land verbunden ist, begangen werden.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bestrebungen in Deutschland, Menschenhändler zur Rechenschaft zu ziehen, werden durch die hohe Anzahl an Bewährungsstrafen in Menschenhandelsfällen unterlaufen. Nur 36 % der wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung verurteilten Straftäter verbüßten 2017 eine Haftstrafe. Die drei wegen Menschenhandels zur Ausbeutung der Arbeitskraft verurteilten Straftäter wurden zu Geldstrafen verurteilt.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Menschenhandel_(§_232_StGB)"><span id="Menschenhandel_.28.C2.A7_232_StGB.29"></span>Menschenhandel (§ 232 StGB)</h3></div>
<p>Seit 15. Oktober 2016 ist der Tatbestand Menschenhandel in Deutschland in Paragraph <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/gesetze/StGB/232.html">§ 232</a></span> <a href="Strafgesetzbuch" title="Strafgesetzbuch">StGB</a> n.F. geregelt. Durch die Neuregelung wurde die <a href="Richtlinie_2011/36/EU_(Menschenhandelsrichtlinie)" title="Richtlinie 2011/36/EU (Menschenhandelsrichtlinie)">EU-Menschenhandelsrichtlinie</a> umgesetzt.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Menschenhandel ist gekennzeichnet durch die in § 232 Abs. 1 StGB enummerativ aufgezählten Tathandlungen, (einfachen) Tatmittel und Tatzwecke.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> § 232 Abs. 2 StGB betrifft die konkrete Art und Weise der Tatausführung mit schwereren Mitteln als der Ausnutzung einer Zwangslage oder Hilflosigkeit des Opfers, beispielsweise durch Anwendung von Gewalt oder Entführung des Opfers. § 232 Abs. 3 StGB erfasst erschwerende Tatumstände wie das Alter des Opfers unter 18 Jahren, die Tatauswirkungen auf das Opfer oder die gewerbs- und bandenmäßige Begehung der Tat.
</p><p>§ 232 Abs. 2 und Abs. 3 StGB enthalten Strafschärfungen gegenüber § 232 Abs. 1 StGB. Die Höchststrafe in § 232 Abs. 2 und Abs. 3 StGB beträgt 10 Jahre gegenüber 5 Jahren in § 232 Abs. 1 StGB.
</p><p>Gem. § 232 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft, „wer eine andere Person unter Ausnutzung ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage oder ihrer Hilflosigkeit, die mit dem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist, oder wer eine andere Person unter einundzwanzig Jahren anwirbt, befördert, weitergibt, beherbergt oder aufnimmt, wenn
</p><p>1. diese Person ausgebeutet werden soll
</p><p>a) bei der Ausübung der Prostitution oder bei der Vornahme sexueller Handlungen an oder vor dem Täter oder einer dritten Person oder bei der Duldung sexueller Handlungen an sich selbst durch den Täter oder eine dritte Person,
</p><p>b) durch eine ausbeuterische Beschäftigung (§ 232 Abs. 1 Satz 2 StGB),
</p><p>c) bei der Ausübung der Bettelei oder
</p><p>d) bei der Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen durch diese Person,
</p><p>2. diese Person in Sklaverei, Leibeigenschaft, Schuldknechtschaft oder in Verhältnissen, die dem entsprechen oder ähneln, gehalten werden soll oder
</p><p>3. dieser Person rechtswidrig ein Organ entnommen werden soll.“
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Tathandlung">Tathandlung</h4></div>
<p>§ 232 Abs. 1 StGB stellt in Übereinstimmung mit den unionsrechtlichen Vorgaben bereits solche Verhaltensweisen als Menschenhandel unter Strafe, mit denen erstmals Kontrolle über eine Person ausgeübt wird. Hierunter fällt das Anwerben, Befördern, Weitergeben, Beherbergen oder Aufnehmen von Personen, und zwar unter Ausnutzung einer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage oder einer Hilflosigkeit, die mit dem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist. Dies muss zum Zwecke der Ausbeutung des Opfers in einer der in den Nummern 1 bis 3 des § 232 Abs. 1 StGB näher beschriebenen Weise geschehen. Der Einsatz eines bestimmten Tatmittels oder eine besondere Situation ist nicht erforderlich, wenn es sich um Personen unter 21 Jahren handelt. Diese Personen werden als per se besonders schutzbedürftig angesehen, da sie nach der Vorstellung des Gesetzgebers aufgrund zumindest verminderter Kompetenz und sozialer Unterlegenheit als in erheblichem Maße leichter manipulierbar angesehen werden.
</p><p>Eine Zwangslage ist eine Situation der nicht notwendigerweise existenzbedrohenden, aber ernsten persönlichen oder wirtschaftlichen Bedrängnis des Opfers, die ein dringendes Geld- oder Sachbedürfnis nach sich zieht.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es genügt, wenn das Opfer seine Lage als eine solche Zwangslage empfindet, die es in seiner freien Willensbetätigung einschränkt. Diese Schwächesituation muss der Täter ausnutzen. Das bedeutet, dass nach seiner Vorstellung gerade die Schwächesituation das Gelingen seiner Tat zumindest erleichtern muss.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Tatzwecke">Tatzwecke</h3></div>
<p>Die Ausbeutung des Opfers wird <i>bezweckt</i>, wenn der Täter eine gewissenlose, d. h. ohne Rücksicht auf die persönlichen und wirtschaftlichen Belange des Opfers und unangemessene Nutzung seiner Leistungen oder Tätigkeiten beabsichtigt.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein auf Dauer angelegtes Abhängigkeitsverhältnis ist dagegen für das Vorliegen einer Ausbeutung insgesamt nicht erforderlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sexuelle_Ausbeutung">Sexuelle Ausbeutung</h4></div>
<p>Der Strafbestand des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung war in Deutschland bereits in § 232 Strafgesetzbuch (StGB) a.F. geregelt. Erste Neuregelungen traten mit dem 37. Strafrechtsänderungsgesetz<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> am 19. Februar 2005 in Kraft und verfolgten das Ziel, den Menschenhandel nach Möglichkeit in allen seinen Erscheinungsformen zu erfassen und den alten, gesetzgebungstechnisch unbefriedigenden Zustand der §§ 180b, 181 StGB a.F. durch Vereinfachung und Vereinheitlichung der Tatbestände zu beseitigen. Zudem machten das Palermo-Protokoll der Vereinten Nationen und der EU-Rahmenbeschluss zur Bekämpfung des Menschenhandels vom 19. Juli 2002<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> eine Gesetzesänderung notwendig.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>§ 232 StGB a. F. stellte es unter Strafe, „unter Ausnutzung einer Zwangslage oder der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist“ eine andere Person zur Aufnahme oder Fortsetzung von Prostitution oder ausbeuterischen sexuellen Handlungen (z. B. <a href="Striptease" title="Striptease">Stripshows</a>, <a href="Pornographie" class="mw-redirect" title="Pornographie">Pornographie</a>) zu zwingen. Im Weiteren kamen auch andere Straftatbestände wie § 233 StGB (Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft), § 233a StGB (Förderung des Menschenhandels), <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/gesetze/StGB/180a.html">§ 180a</a></span> StGB (Ausbeutung einer Prostituierten) und <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/gesetze/StGB/181a.html">§ 181a</a></span> (Zuhälterei) bei Fällen von Ausbeutung in der Prostitution zum Tragen. Bei Opfern unter 21 Jahren war die Tat auch ohne Ausnutzen einer Zwangslage oder Hilflosigkeit strafbar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ausbeuterische_Beschäftigung"><span id="Ausbeuterische_Besch.C3.A4ftigung"></span>Ausbeuterische Beschäftigung</h4></div>
<p>Eine ausbeuterische Beschäftigung liegt gem. § 232 Abs. 1 Satz 2 StGB vor, wenn die Beschäftigung aus rücksichtslosem Gewinnstreben zu Arbeitsbedingungen erfolgt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu den Arbeitsbedingungen solcher Arbeitnehmer stehen, welche der gleichen oder einer vergleichbaren Beschäftigung nachgehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ausübung_der_Bettelei"><span id="Aus.C3.BCbung_der_Bettelei"></span>Ausübung der Bettelei</h4></div>
<ul><li>Siehe auch Zwangsbettelei</li></ul>
<p>Seit der Gesetzesnovelle 2016 ist auch der Tatbestand der Ausbeutung durch Bettelei als eigener Tatbestand im <a href="Strafgesetzbuch" title="Strafgesetzbuch">Strafgesetzbuch</a> (StGB) erfasst.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Begehung_von_mit_Strafe_bedrohten_Handlungen">Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen</h4></div>
<p>Hierunter fällt es etwa, wenn Personen zum Kreditkartenbetrug, für Diebstähle in Kaufhäusern oder Überfälle auf Personen beim Geldabheben vor EC-Automaten ausgebeutet werden sollen<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder die Ausnutzung noch nicht strafmündiger rumänischer <a href="Stra%C3%9Fenkinder_in_Rum%C3%A4nien" title="Straßenkinder in Rumänien">Straßenkinder</a> für Taschendiebstähle, Trickbetrug oder Einbrüche.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Halten_in_Sklaverei,_Leibeigenschaft_oder_Schuldknechtschaft"><span id="Halten_in_Sklaverei.2C_Leibeigenschaft_oder_Schuldknechtschaft"></span>Halten in Sklaverei, Leibeigenschaft oder Schuldknechtschaft</h4></div>
<p>Neben § 232 StGB gilt das <a href="Gesetz_betreffend_die_Bestrafung_des_Sklavenraubes_und_des_Sklavenhandels" title="Gesetz betreffend die Bestrafung des Sklavenraubes und des Sklavenhandels">Gesetzes betreffend die Bestrafung des Sklavenraubes und des Sklavenhandels</a> von 1895 (SklHG) gem. <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/gesetze/gg/123.html">Art. 123</a></span> GG als <a href="Vorkonstitutionelles_Recht" title="Vorkonstitutionelles Recht">vorkonstitutionelles</a> Recht fort. § 2 SklHG bedroht das Betreiben von Sklavenhandel und die vorsätzliche Mitwirkung an der dazu dienenden Beförderung von Sklaven mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Ein „Handeltreiben“ wie es etwa mit Betäubungsmitteln oder Organen unter Strafe gestellt ist, ist für § 232 StGB nämlich nicht erforderlich, wenngleich sich der Menschenhandel dadurch auszeichnet, dass er ein arbeitsteiliger Prozess ist, aus dem die Beteiligten einen wirtschaftlichen Vorteil ziehen wollen.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insofern ist die eigenständige Strafbarkeit des Sklavenhandels durchaus von Bedeutung, wurde mit der Reform 2016 jedoch nicht in das StGB integriert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Rechtswidrige_Organentnahme">Rechtswidrige Organentnahme</h4></div>
<p>Der Menschenhandel zum Zweck der rechtswidrigen Entnahme von Organen wurde 2016 in § 232 Abs. 1 Nr. 3 StGB aufgenommen. Unabhängig davon steht der <a href="Organhandel" title="Organhandel">Organ-</a> und Gewebehandel gem. <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/tpg/__18.html">§ 18</a></span> und <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/tpg/__19.html">§ 19</a></span> <a href="Transplantationsgesetz_(Deutschland)" title="Transplantationsgesetz (Deutschland)">TPG</a> unter Strafe.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zwangsprostitution_und_Zwangsarbeit_(§§_232a,_232b_StGB)"><span id="Zwangsprostitution_und_Zwangsarbeit_.28.C2.A7.C2.A7_232a.2C_232b_StGB.29"></span>Zwangsprostitution und Zwangsarbeit (§§ 232a, 232b StGB)</h3></div>
<p>Die §§ 232a StGB (<a href="Zwangsprostitution#Deutschland" title="Zwangsprostitution">Zwangsprostitution</a>) und 232b StGB (<a href="Zwangsarbeit#Nach_1945" title="Zwangsarbeit">Zwangsarbeit</a>) pönalisieren das an den Menschenhandel anschließende Einwirken auf das Opfer zum Zwecke der Ausbeutung. Dieser Umstand kommt in dem Tatbestandsmerkmal des „Veranlassens“ zu den jeweils tatbestandsmäßigen Handlungen zum Ausdruck, etwa der Aufnahme der Prostitution, der Bettelei oder einer ausbeuterischen Beschäftigung. Insoweit setzen §§ 232a und 232b StGB den Eintritt eines bestimmten Taterfolgs voraus. Mit dem Veranlassen soll eine verwerfliche Beeinflussung der Willensentschließungsfreiheit durch den Täter sanktioniert werden. Erfasst werden alle Formen der psychischen Einwirkung, welche die Entschließung des Opfers beeinflussen.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die wohl h. M. lässt in weiter Auslegung jede Form der Verursachung des tatbestandlichen Erfolges genügen. Eine von Teilen der Literatur geforderte „intensive und hartnäckige Einflussnahme auf das Opfer, etwa durch Drängen, Überreden, Einsatz von Autorität, Einschüchterung oder Täuschung“<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> würde den Tatbestand zu sehr einengen.
</p><p>Tritt der gewünschte Taterfolg nicht ein, kommt eine Strafbarkeit wegen <a href="Versuch_(StGB)" class="mw-redirect" title="Versuch (StGB)">Versuchs</a> in Betracht (§§ 232a Abs. 2, 232b Abs. 2 StGB).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausbeutung_der_Arbeitskraft_und_Ausbeutung_unter_Ausnutzung_einer_Freiheitsberaubung_(§§_233,_233a_StGB)"><span id="Ausbeutung_der_Arbeitskraft_und_Ausbeutung_unter_Ausnutzung_einer_Freiheitsberaubung_.28.C2.A7.C2.A7_233.2C_233a_StGB.29"></span>Ausbeutung der Arbeitskraft und Ausbeutung unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung (§§ 233, 233a StGB)</h3></div>
<p>Die Ausbeutung der Arbeitskraft ist seit 15. Oktober 2016 in <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__233.html">§ 233</a></span> StGB mit Strafe bedroht, der <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=SchwarzArbG&a=10a">§ 10a</a><span style="display:none"></span></span> des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes ergänzt.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Täter muss die Situation des Opfers, aus der sich die eingeschränkte Fähigkeit, sich der Ausbeutung zu widersetzen, ergibt, erkennen und sich zum eigenen Vorteil zunutze machen, etwa eine ausbeuterische Beschäftigung nach § 232 Absatz 1 Satz 2 (§ 233 Abs. 1 Nr. 1 StGB). Entscheidend ist, dass das Opfer durch die Handlung des Täters zum Objekt degradiert wird. Nur dann ist eine Bestrafung der Einschränkung des freien Willens verhältnismäßig, z. B. bei jeder nicht uneingeschränkt freiwilligen Vornahme sexueller Handlungen.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Menschenhandel zum Zwecke der Ausbeutung der Arbeitskraft war bereits seit 2005 unter § 233 StGB als Straftat erfasst; mit der Strafrechtsreform im Jahr 2016 wurde Menschenhandel in § 232 StGB, Zwangsarbeit in § 232b StGB und die Ausbeutung der Arbeitskraft in §§ 233 und 233a StGB geregelt.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Polizeilich_registrierte_Zahlen_in_Deutschland">Polizeilich registrierte Zahlen in Deutschland</h3></div>
<p>Laut dem „Bundeslagebild Menschenhandel“ wurden 2013 insgesamt 478 <a href="Ermittlungsverfahren" title="Ermittlungsverfahren">Ermittlungsverfahren</a> zum Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und zur sexuellen Ausbeutung abgeschlossen. Davon handelte es sich bei 425 Fällen um Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und bei 53 Fällen um Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung. Die Zahl der registrierten Menschenhandelsfälle und -opfer wie auch der durchgeführten Verfahren der <a href="Polizei" title="Polizei">Polizei</a> in den einzelnen Bundesländern fällt sehr unterschiedlich aus. Auch innerhalb eines Bundeslandes schwanken die Zahlen von Jahr zu Jahr. Als Grund hierfür nennt eine Studie des BKA.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die wechselnde Kontroll- und Ermittlungsintensität der Polizei, die von den vorhandenen Ressourcen und der kriminalpolitischen Schwerpunktsetzung abhänge. Ebenfalls wird angemerkt, dass die Schwankungen auf den in der Realität schwierig anzuwendenden Straftatbeständen zurückzuführen ist.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu beachten ist, dass diese Zahlen lediglich die Fälle des Menschenhandels beinhalten, die der Polizei bekannt sind und in denen Ermittlungsverfahren eingeleitet und auch abgeschlossen wurden. Fälle von Menschenhandel, in denen kein Kontakt mit der Polizei zustande kam oder in denen kein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde, werden nicht erfasst. Somit können die Zahlen nur eine sehr eingeschränkte Aussage über das Ausmaß von Menschenhandel in Deutschland geben. Das vermutete hohe <a href="Dunkelziffer#Dunkelziffer_und_Dunkelfeld" title="Dunkelziffer">Dunkelfeld</a> wird nicht erfasst.
</p><p>Am 18. April 2018 wurde die bis dahin personell größte <a href="Razzia" title="Razzia">Razzia</a> in der Geschichte der Bundespolizei gegen einen Menschenhändlerring im Rotlichtmilieu durchgeführt und dabei Bordelle, Büros und Wohnungen in zwölf Bundesländern durchsucht. Ein erster Gerichtsprozess fand Anfang 2019 in Baden-Baden statt, ein weiterer ab Mai 2019 in Hanau. Zu den Anklagepunkten zählen gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern, Ausbeutung, Zuhälterei und Zwangsprostitution, es geht aber auch um Wirtschaftskriminalität, etwa Steuerhinterziehung und nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für 2019 sind beim Bundeskriminalamt (BKA) sieben Betroffene von Menschenhandel aus <a href="Vietnam" title="Vietnam">Vietnam</a> registriert. Das BKA und weitere Ermittlungsbehörden in Europa gehen von einer hohen Dunkelziffer aus und haben den Menschenhandel von Vietnamesen ab 2021 zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte erklärt.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Opferschutz">Opferschutz</h3></div>
<p>In der Bundesrepublik Deutschland gibt es ca. 50 Fachberatungsstellen, die Betroffenen von Menschenhandel anonym und kostenfrei Beratung, Unterstützung und Hilfe bieten. Die meisten der in Deutschland tätigen Fachberatungsstellen sind im <a href="Bundesweiter_Koordinierungskreis_gegen_Menschenhandel" title="Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel">Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e. V.</a> vereint. Zu dessen Mitgliedern zählen u. a. auch <a href="Migrant" title="Migrant">Migrantinnen</a>-Projekte, <a href="Frauenhaus" title="Frauenhaus">Frauenhäuser</a>, <a href="Prostituierte" class="mw-redirect" title="Prostituierte">Prostituierten</a>-Beratungsstellen und weitere Organisationen.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das <a href="Hilfetelefon_Gewalt_gegen_Frauen" title="Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen">Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“</a> startete im März 2013 und ist beim <a href="Bundesamt_f%C3%BCr_Familie_und_zivilgesellschaftliche_Aufgaben" title="Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben">Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben</a> angesiedelt. Qualifizierte Beraterinnen stehen von Gewalt betroffenen Frauen unter der Rufnummer 116 016 und online über eine Website kostenfrei und rund um die Uhr zur Seite und zu allen Formen von Gewalt u. a. auch zum Thema Menschenhandel. Betroffene, Fachkräfte und Personen aus dem sozialen Umfeld werden anonym, vertraulich, barrierefrei und in 18 Fremdsprachen beraten. Das Hilfetelefon biete psychosoziale Erstberatung sowie Krisenintervention an und vermittelt auf Wunsch an Unterstützungseinrichtungen vor Ort weiter.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch der Ban Ying e. V. in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> bildet eine Koordinations- und Fachberatungsstelle gegen Menschenhandel, darüber hinaus bietet er eine Zufluchtswohnung für Betroffene an.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie setzt sich sowohl für die Rechte von Migrantinnen ein, die Erfahrungen von Gewalt, Ausbeutung oder Menschenhandel gemacht haben als auch für deren Umfeld.
</p><p>Mit der EU-Opferschutz-Richtlinie vom 29. April 2004 (2004/81/EG des Rates)<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde für die Opfer eines Menschenhandels die Einführung eines besonderen aufenthalts- und asylrechtlichen Aufenthaltstitels vereinbart, der eine Kooperation mit den zuständigen Polizei-, Strafverfolgungs- und Justizbehörden zur Bekämpfung des Menschenhandels voraussetzt. In Deutschland gibt es seit 2008 den Aufenthalt aus humanitären Gründen zwecks Zeugenaussage in einem Strafverfahren (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=aufenthg_2004&a=25">§ 25</a><span style="display:none"></span></span> Abs. 4a <a href="Aufenthaltsgesetz" title="Aufenthaltsgesetz">AufenthG</a>). Bei der Entscheidung wirken Staatsanwaltschaft bzw. Strafgericht und Ausländerbehörde zusammen (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.buzer.de/s1.htm?g=aufenthg_2004&a=72">§ 72</a><span style="display:none"></span></span> Abs. 6 AufenthG).
</p><p>Zur Umsetzung der EU-Menschenhandelsrichtlinie wurde mit Wirkung zum 15. Oktober 2016 die <a href="Strafprozessordnung_(Deutschland)" title="Strafprozessordnung (Deutschland)">Strafprozessordnung</a> (StPO) ergänzt.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zeigt das Opfer eines Menschenhandels diese Straftat an und wird hierdurch bedingt ein vom Opfer selbst begangenes Vergehen bekannt, so kann die Staatsanwaltschaft von der Verfolgung des durch das Opfer begangenen Vergehens absehen, wenn nicht wegen der Schwere der Tat eine Sühne unerlässlich ist (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__154c.html">§ 154c</a></span> Abs. 2 StPO). Diese Vorschrift soll vor allem Opfern eines Menschenhandels zur Ausbeutung bei der Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen durch diese Person zugutekommen (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__232.html">§ 232</a></span> Abs. 1 Nr. 1 Buchst. d StGB).<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bund-Länder-Arbeitsgruppe"><span id="Bund-L.C3.A4nder-Arbeitsgruppe"></span>Bund-Länder-Arbeitsgruppe</h3></div>
<p>Seit der 16. Legislaturperiode ist das <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Arbeit_und_Soziales" title="Bundesministerium für Arbeit und Soziales">Bundesministerium für Arbeit und Soziales</a> (BMAS) federführend in der Bundesregierung für die Themen <i>gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (<a href="Corporate_Social_Responsibility" title="Corporate Social Responsibility">Corporate Social Responsibility</a> – CSR)</i> und <i>Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft</i>.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beim <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Familie%2C_Senioren%2C_Frauen_und_Jugend" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend">Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend</a> (BMFSFJ) ist seit 1997 die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Frauenhandel (B-L-AG) angesiedelt.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese dient dem fachübergreifenden Austausch und der gemeinsamen Entwicklung von Strategien und Handlungsempfehlungen. Neben Vertretern verschiedener Ministerien wie dem BMFSFJ, dem BMAS, dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) und den entsprechenden Ministerien der Bundesländer sind dort auch das <a href="Bundeskriminalamt_(Deutschland)" title="Bundeskriminalamt (Deutschland)">Bundeskriminalamt</a> (BKA) und der bundesweite Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess (KOK e. V.) vertreten. Für die Zusammenarbeit zwischen Fachberatungsstellen und Strafverfolgungsbehörden wurde 1999 ein Kooperationskonzept entwickelt.<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h2></div>
<p>Nach Ratifizierung des Palermo-Protokolls im Herbst 2005 hat die österreichische Bundesregierung ihre Strategie zur Bekämpfung des Menschenhandels in einem ersten nationalen Aktionsplan für den Zeitraum 2007–2009 niedergelegt.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch seine Lage im Zentrum Europas sei Österreich von Menschenhandel als Transit- und Zielland betroffen, insbesondere hinsichtlich sexueller Ausbeutung, sklavereiähnlicher Zustände bei Hausangestellten und Kinderhandel. Der österreichische Ansatz bei der Bekämpfung des Menschenhandels umfasse nationale Koordination, Prävention, Opferschutz, Strafverfolgung und internationale Zusammenarbeit.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Ausarbeitung weiterer nationaler Aktionspläne und die Überwachung von deren Umsetzung wurde einer bei dem <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Europa%2C_Integration_und_%C3%84u%C3%9Feres" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres">Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres</a> angesiedelten <i>Task Force Menschenhandel</i> (TF-MH) übertragen, in der alle relevanten Bundesministerien und Regierungsstellen, die Bundesländer, die Sozialpartner sowie spezialisierte Nichtregierungsorganisationen vertreten sind.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihre Hauptaufgabe ist es, den gemeinsamen Kampf gegen den Menschenhandel in Österreich zu strukturieren und zu intensivieren. Für die Jahre 2015–2017 hat die TF-MH den vierten nationalen Aktionsplan erstellt.<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zum 1. August 2013 hat Österreich die <a href="Richtlinie_2011/36/EU_(Menschenhandelsrichtlinie)" title="Richtlinie 2011/36/EU (Menschenhandelsrichtlinie)">EU-Menschenhandelsrichtlinie</a> umgesetzt. Mit dem Sexualstrafrechtsänderungsgesetz 2013<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurden unter anderem der Tatbestand des Menschenhandels in § 104a <a href="Strafgesetzbuch_(%C3%96sterreich)" title="Strafgesetzbuch (Österreich)">StGB</a> erweitert und die Strafandrohung auf bis zu 10 Jahre erhöht.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schweiz">Schweiz</h2></div>
<p>Die Schweiz hat sowohl das Zusatzprotokoll zur Palermo-Konvention als auch die Konvention des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels ratifiziert. Die Konvention ist in der Schweiz zum 1. April 2013 in Kraft getreten. Insbesondere mit dem <a href="Zeugenschutzprogramm#Schweiz" title="Zeugenschutzprogramm">Zeugenschutzgesetz</a> vom 23. Dezember 2011<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> hatte die Schweiz zum 1. Januar 2013 alle Bedingungen für ihren Beitritt zum Europaratsübereinkommen erfüllt.<sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bereits 2001 hatte eine interdepartementale Arbeitsgruppe die juristischen, sozialen, finanziellen, polizeilichen und gesundheitlichen Bedingungen zur Bekämpfung von Menschenhandel in der Schweiz untersucht.<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Schweiz stehen alle Formen des Menschenhandels seit dem 1. Dezember 2006 in Art. 182 <a href="Strafgesetzbuch_(Schweiz)" title="Strafgesetzbuch (Schweiz)">StGB</a> unter Strafe. Der frühere Art. 196 StGB erfasste lediglich den Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung.<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die private Opferschutzstelle <a href="FIZ_Fachstelle_Frauenhandel_und_Frauenmigration" title="FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration">FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration</a> stellt in Zusammenarbeit mit den Kantonalen Runden Tischen gegen Menschenhandel<sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ein umfassendes Opferschutzprogramm für Betroffene von Menschenhandel zur Verfügung.<sup id="cite_ref-87" class="reference"><a href="#cite_note-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="USA">USA</h2></div>
<p>Menschenhandel mit dem Ziel der sexuellen Ausbeutung wird in den USA <a href="Sex_trafficking" title="Sex trafficking">Sex trafficking</a> genannt (volle Bezeichnung <i>Sex trafficking of children or by force, fraud, or coercion</i>) und ist eine strafbare Handlung nach Bundesrecht im <a href="Strafrecht_(Vereinigte_Staaten)" title="Strafrecht (Vereinigte Staaten)">Strafrecht der Vereinigten Staaten</a> nach <a href="United_States_Code" title="United States Code">18 U.S.C.</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.law.cornell.edu/uscode/18/1591.html#">§ 1591</a>. Daneben besteht Bundesstrafbarkeit nach s. 2421 <a href="Mann_Act" title="Mann Act">Mann Act</a> sowie Strafbarkeit nach dem jeweiligen Recht des Bundesstaates.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weitere_Staaten">Weitere Staaten</h2></div>
<p>In der <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">Volksrepublik China</a> wurden 2009 nach offiziellen Statistiken jährlich 3.000 Personen Opfer von Menschenhändlern, ungefähr die Hälfte davon Kinder, die Hälfte Frauen.<sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Entführte Frauen, aber auch kleine Mädchen werden teils von Eltern als Braut für ihren Sohn gekauft.<sup id="cite_ref-89" class="reference"><a href="#cite_note-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ältere Kinder werden als <a href="Kinderarbeit" title="Kinderarbeit">(Kinder-)Arbeitskräfte</a> an Industriebetriebe und Kohlegruben verkauft.<sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Kind zu kaufen, ist in China nicht strafbar; lediglich der Verkauf eines Kindes wird bestraft.<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Im April kündete das chinesische Polizeiministerium eine neunmonatige Kampagne gegen den Menschenhandel an. Es wurde eine DNA-Datenbank für vermisste Kinder eingerichtet, und die Zeitdauer, nach welcher die Polizei Ermittlungen aufnimmt, wurde in einigen Provinzen von 24 Stunden auf 7 Stunden herabgesetzt.<sup id="cite_ref-92" class="reference"><a href="#cite_note-92"><span class="cite-bracket">[</span>92<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Myanmar" title="Myanmar">Myanmar</a> werden laut einem Bericht von Human Rights Watch von 2019 zahlreiche Frauen und Mädchen als „Bräute“ nach China verkauft.<sup id="cite_ref-93" class="reference"><a href="#cite_note-93"><span class="cite-bracket">[</span>93<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-94" class="reference"><a href="#cite_note-94"><span class="cite-bracket">[</span>94<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> wurden 2011 innerhalb eines Jahres fast 100.000 Jungen und Mädchen als vermisst gemeldet, und über ein Drittel von ihnen wurden nicht wiedergefunden.<sup id="cite_ref-95" class="reference"><a href="#cite_note-95"><span class="cite-bracket">[</span>95<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine im Jahr 2022 veröffentlichte Recherche von <a href="Spiegel-Gruppe" title="Spiegel-Gruppe">Spiegel</a> ergab, dass Menschenhändler Jobsuchende aus ganz Asien nach <a href="Sihanoukville_(Stadt)" title="Sihanoukville (Stadt)">Sihanoukville</a> (<a href="Kambodscha" title="Kambodscha">Kambodscha</a>) bringen, dort ihre Pässe verkaufen und sie zur Arbeit als Betrüger zwingen.<sup id="cite_ref-96" class="reference"><a href="#cite_note-96"><span class="cite-bracket">[</span>96<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Menschenhandel_in_der_öffentlichen_Wahrnehmung"><span id="Menschenhandel_in_der_.C3.B6ffentlichen_Wahrnehmung"></span>Menschenhandel in der öffentlichen Wahrnehmung</h2></div>
<p>Laut dem <a href="Vereinte_Nationen" title="Vereinte Nationen">UN</a>-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNDOC) waren im Jahr 2020 fast 40 Prozent der verurteilten Menschenhändler weiblich. Dies widerspricht der öffentlichen Wahrnehmung, wonach vor allem Männer Menschenhändler seien.<sup id="cite_ref-97" class="reference"><a href="#cite_note-97"><span class="cite-bracket">[</span>97<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-98" class="reference"><a href="#cite_note-98"><span class="cite-bracket">[</span>98<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch existieren in der öffentlichen Diskussion bestimmte Stereotypen, wonach von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung nur Frauen und von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung nur Männer betroffen seien. Frauen sind aber tatsächlich genauso häufig von Arbeitsausbeutung betroffen, insbesondere in den Bereichen Haushalt und Pflege, aber auch in der <a href="Landwirtschaft" title="Landwirtschaft">Landwirtschaft</a>, der <a href="Gastronomie" title="Gastronomie">Gastronomie</a> sowie im <a href="Hotel" title="Hotel">Hotel</a>- und Reinigungsgewerbe. Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung kann auch Kinder, Männer sowie transgender Personen betreffen.
</p><p>Ein weiteres Problem der Darstellung von Menschenhandel in Öffentlichkeit und Medien stellt die Konzentration auf das Problem von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung dar. Durch die einseitige Berichterstattung und Fokussierung auf die sexuelle Ausbeutung entsteht in der Öffentlichkeit der Eindruck, dass diese Form des Menschenhandels verbreiteter sei als andere Ausbeutungsformen. Insbesondere der Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung ist in der öffentlichen und medialen Diskussion demgegenüber weniger präsent, obwohl die Zahl der Betroffenen weit höher sein dürfte.
</p><p>Problematisch ist zudem die Gleichsetzung von legaler <a href="Prostitution" title="Prostitution">Prostitution</a> und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung. Während manche Institutionen jegliche Prostitution als unfreiwillig und erzwungen ansehen, argumentieren vor allem Verbände von Sexarbeitern gegen eine Stigmatisierung von allen Prostituierten als „Zwangsprostituierten“ und für eine Anerkennung als beruflich Selbstständige oder Arbeitnehmer.<sup id="cite_ref-99" class="reference"><a href="#cite_note-99"><span class="cite-bracket">[</span>99<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Probleme der <a href="Dunkelziffer#Dunkelfeldforschung" title="Dunkelziffer">Dunkelfeldforschung</a> sowie unterschiedliche Definitionen von Menschenhandel in unterschiedlichen Institutionen erschweren verlässliche Aussagen zum Menschenhandel.
</p><p>In Deutschland kam es insbesondere im Zeitraum der <a href="Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_2006" title="Fußball-Weltmeisterschaft 2006">Fußball-Weltmeisterschaft 2006</a> zu Spekulationen um das mögliche Ausmaß des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung. In den Medien war von „40.000 Zwangsprostituierten“ die Rede, die zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland erwartet würden.<sup id="cite_ref-100" class="reference"><a href="#cite_note-100"><span class="cite-bracket">[</span>100<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-101" class="reference"><a href="#cite_note-101"><span class="cite-bracket">[</span>101<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Zahl wird heute angezweifelt und als unzutreffend kritisiert.<sup id="cite_ref-102" class="reference"><a href="#cite_note-102"><span class="cite-bracket">[</span>102<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft führte FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e. V. in Zusammenarbeit mit einem breiten Netzwerk eine bundesweite Kampagne gegen Zwangsprostitution durch. Das sportliche Großereignis sollte als Anlass dafür genommen werden, erstmals bundesweit Freier anzusprechen. Die Kampagne richtete sich mit Flyern, Plakaten und Fernsehspots direkt an die potenziellen Freier, um sie für das Thema zu sensibilisieren, und forderte sie dazu auf, sich in Verdachtsfällen an eine anonyme Hotline zu wenden.<sup id="cite_ref-103" class="reference"><a href="#cite_note-103"><span class="cite-bracket">[</span>103<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-104" class="reference"><a href="#cite_note-104"><span class="cite-bracket">[</span>104<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-105" class="reference"><a href="#cite_note-105"><span class="cite-bracket">[</span>105<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-106" class="reference"><a href="#cite_note-106"><span class="cite-bracket">[</span>106<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im internationalen Kontext berufen sich viele Organisationen und Institutionen auf die jährlich herausgegebenen <i>Trafficking-in-Person-Berichte</i> der US-Regierung. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht das US-Büro zur Überwachung und Bekämpfung von Menschenhandel (<i>Office to Monitor and Combat Trafficking in Persons – ONCTP</i>) jährlich seine Einschätzung des Menschenhandels und der internationalen Bemühungen zu seiner Bekämpfung. Es bewertet andere Staaten in vier verschiedenen <a href="Klassifizierung" title="Klassifizierung">Kategorien</a>, wobei Kategorie 1 die größten Bemühungen zur Bekämpfung von Menschenhandel darstellt. Obwohl diese Berichte von vielen Seiten und bei der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Menschenhandel verwendet werden, wird die Berichterstattung als interessengeleitet kritisiert und die Nachvollziehbarkeit angezweifelt.<sup id="cite_ref-107" class="reference"><a href="#cite_note-107"><span class="cite-bracket">[</span>107<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Zwangsadoption" title="Zwangsadoption">Zwangsadoption</a> (diese weist oft Aspekte des Menschenhandels auf)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Irene_Stratenwerth" title="Irene Stratenwerth">Irene Stratenwerth</a>, Esther Sabelus, Simone Blaschka-Eick, Hermann Simon (Hrsg.): <i>Der Gelbe Schein: Mädchenhandel 1860 bis 1930.</i> Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven 2012. ISBN 978-3-00-038801-9. Rezension von <a href="Michael_Wuliger" title="Michael Wuliger">Michael Wuliger</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13755"><i>»Der gelbe Schein« Vom Schtetl ins Bordell, Eine Ausstellung zu Prostitution und Mädchenhandel 1860 bis 1930.</i></a> In: <i><a href="J%C3%BCdische_Allgemeine" title="Jüdische Allgemeine">Jüdische Allgemeine</a>.</i> 16. August 2012</li>
<li>Christian Pfuhl: <i>Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Grundlagen.</i> Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main, 2012. ISBN 978-3-631-62558-3 (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Konstanz" title="Universität Konstanz">Universität Konstanz</a> 2012).</li>
<li>Philipp Thiée (Hrsg.): <i>Menschen-Handel – wie der Sexmarkt strafrechtlich reguliert wird</i>. Vereinigung Berliner Strafverteidiger, Berlin 2008. ISBN 978-3-9812213-0-5</li>
<li>Lea Ackermann, Inge Bell, Barbara Koelges: <i>Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen. Das große Geschäft mit der Ware Frau.</i> Kösel, München 2005. ISBN 3-466-30691-4</li>
<li>Jürgen Nowak: <i>Homo Transnationalis. Menschenhandel, Menschenrechte und soziale Arbeit.</i> Opladen, Berlin und Toronto 2014. ISBN 978-3-86649-473-2</li>
<li>Caroline Baur-Mettler: <i>Menschenhandel und Zwangsprostitution in der Schweiz – Eine Analyse der Rechtsprechung und die Sicht betroffener Opfer und Prostituierter.</i> Schulthess Verlag, Zürcher Studien zum Strafrecht 72, 2014. ISBN 978-3-7255-7105-5 (Zugleich <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Z%C3%BCrich" title="Universität Zürich">Universität Zürich</a> 2014).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Filme">Filme</h3></div>
<ul><li><a href="Human_Trafficking_%E2%80%93_Menschenhandel" title="Human Trafficking – Menschenhandel">Human Trafficking – Menschenhandel</a>. Von <a href="Christian_Duguay_(Regisseur)" title="Christian Duguay (Regisseur)">Christian Duguay</a>. Kanada, USA, 2005, 176 Minuten</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Menschenhandel" class="extiw external" title="wikt:Menschenhandel">Wiktionary: Menschenhandel</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Menschenh%C3%A4ndler" class="extiw external" title="wikt:Menschenhändler">Wiktionary: Menschenhändler</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4125897-6">Literatur von und über Menschenhandel</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li>Bundeskriminalamt:</li></ul>
<dl><dd><ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Menschenhandel/menschenhandel_node.html">Menschenhandel und Ausbeutung</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/Menschenhandel/menschenhandel_node.html">Bundeslagebilder Menschenhandel</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bka.de/DE/IhreSicherheit/RichtigesVerhalten/VerdachtDesMenschenhandels/verdachtDesMenschenhandels_node.html">Richtiges Verhalten bei Verdacht des Menschenhandels</a></li></ul></dd></dl>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.unodc.org/unodc/data-and-analysis/glotip.html"><i>Office on Drugs and Crime – Trafficking in Persons</i></a> (Berichte und Statistiken der <a href="Vereinte_Nationen" title="Vereinte Nationen">Vereinten Nationen</a>)</li>
<li><a href="Internationale_Organisation_f%C3%BCr_Migration" title="Internationale Organisation für Migration">Internationale Organisation für Migration</a> (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.iom.int/files/live/sites/iom/files/What-We-Do/docs/Annual_Report_2011_Counter_Trafficking.pdf"><i>Counter Trafficking and Assistance to Vulnerable Migrants: Annual Report of Activities 2011</i></a> Genf 2012 (englisch)</li>
<li>Heike Rabe, Naile Tanis: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kok-gegen-menschenhandel.de/fileadmin/user_upload/medien/Publikationen_KOK/Handreichung_Menschenhandel_als_Menschenrechtsverletzung.pdf"><i>Menschenhandel als Menschenrechtsverletzung – Strategien und Maßnahmen zur Stärkung der Betroffenenrechte</i></a> Handreichung, hrsg. vom Deutschen Institut für Menschenrechte und KOK e. V., Berlin 2013</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.oai.de/de/publikationen/oai-blog/42/2223.html"><i>Kinderhandel in China: Polizei gibt gerettete Babys an Käufer zurück</i></a> Ostasien-Institut der Hochschule Ludwigshafen am Rhein, abgerufen am 16. Juli 2017</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.human-trafficking-research.org/">Human Trafficking Research and Measurement</a> Portal der Universität Heidelberg, Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften, letzte Änderung: 25. November 2014</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kok-gegen-menschenhandel.de/startseite.html">Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e. V.</a> Startseite</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.state.gov/j/tip/rls/tiprpt/2016/"><i>Trafficking in Persons Report 2016</i></a> Website des US-Department of State, abgerufen am 28. Oktober 2017 (englisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ec.europa.eu/anti-trafficking/sites/antitrafficking/files/situational_report_trafficking_in_human_beings-_europol.pdf"><i>Situation Report Trafficking in human beings in the EU</i></a> <a href="Europol" title="Europol">Europol</a> Public Information, Februar 2016 (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Sklaverei</i> in: <i>Brockhaus Konversationslexikon</i>, F. A. Brockhaus, Leipzig/Berlin/Wien, 14. Auflage, 1894–1896, S. 1024, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=134721">Digitalisat</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Die neue Sklaverei</i> („Disposable People. New Slavery in the Global Economy“). Kunstmann Verlag, München 2001, ISBN 3-88897-264-7 (übersetzt von <a href="Inge_Leipold" title="Inge Leipold">Inge Leipold</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://menschenhandelheute.net/was-ist-menschenhandel/menschenhandel-und-menschenschmuggel/"><i>Menschenhandel und Menschenschmuggel</i></a> menschenhandel heute, abgerufen am 16. Juli 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Menschenrechte" title="Deutsches Institut für Menschenrechte">Deutsches Institut für Menschenrechte</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/menschenhandel/basisinformationen-zu-menschenhandel/wie-viele-menschen-sind-in-deutschland-von-menschenhandel-betroffen/"><i>Wie viele Menschen sind in Deutschland von Menschenhandel betroffen?</i></a> abgerufen am 9. Juli 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="B%C3%BCro_der_Vereinten_Nationen_f%C3%BCr_Drogen-_und_Verbrechensbek%C3%A4mpfung" title="Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung">UNODC</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.unodc.org/documents/data-and-analysis/glotip/GLOTIP_2014_full_report.pdf">Global Report on Trafficking in Persons 2014</a> New York, 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Robert Gast: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/un-bericht-zum-menschenhandel-das-leid-von-sklaven-1.2235018"><i>UN-Bericht zum Menschenhandel: Das Leid von 40 000 Sklaven</i></a> <a href="S%C3%BCddeutsche_Zeitung" title="Süddeutsche Zeitung">Süddeutsche Zeitung</a>, 24. November 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/---ed_norm/---declaration/documents/publication/wcms_181953.pdf">ILO 2012 Global estimate of forced labour. Executive summary</a></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. Sonja Dolinsek: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20170111171031/http://www.geschichte-menschenrechte.de/schluesseltexte/konventionzur-unterbindung-desmenschenhandels-1949-und-erklaerung-ueber-prostitution-und-menschenrechte-1986/">Konvention zur Unterbindung des Menschenhandels (1949) und Erklärung über Prostitution und Menschenrechte (1986)</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. Januar 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), in: Quellen zur Geschichte der Menschenrechte, herausgegeben vom Arbeitskreis Menschenrechte im 20. Jahrhundert, September 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">International Agreement of 18 May 1904 for the Suppression of the White Slave Traffic; International Convention of 4 May 1910 for the Suppression of the White Slave Traffic; International Convention of 30 September 1921 for the Suppression of the Traffic in Women and Children; International Convention of 11 October 1933 for the Suppression of the Traffic in Women of Full Age</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Internationales Abkommen über die Unterdrückung des Handels mit volljährigen Frauen, abgeschlossen in Genf am 11. Oktober 1933.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171024095820/http://www.geschichte-menschenrechte.de/fileadmin/editorial/download/Convention_for_the_Suppression.pdf">Convention for the Suppression of the Traffic in Persons and of the Exploitation of the Prostitution of Others</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 24. Oktober 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Approved by General Assembly resolution 317 (IV) of 2 December 1949 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bundesgesetzblatt_(Deutschland)" title="Bundesgesetzblatt (Deutschland)">Bundesgesetzblatt</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl205s0954.pdf">2005 II, S. 956</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bundesgesetzblatt_(Deutschland)" title="Bundesgesetzblatt (Deutschland)">Bundesgesetzblatt</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl205s0954.pdf">2005 II, S. 995</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://rm.coe.int/168047c9dd">Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels</a> Warschau, 16. Mai 2005. Council of Europe Treaty Series – No. 197 (deutsch).</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">BGBl. II 1107</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bundesgerichtshof.de/DE/Bibliothek/GesMat/WP17/M/Menschenhandel.html">Gesetz zu dem Übereinkommen des Europarats vom 16. Mai 2005 zur Bekämpfung des Menschenhandels</a> Website des <a href="Bundesgerichtshof" title="Bundesgerichtshof">BGH</a>, abgerufen am 15. Juli 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://rm.coe.int/1680631c3a">Bericht über die Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels durch Deutschland. Erster Evaluierungszyklus</a> GRETA(2015)10 (nichtamtliche Übersetzung).</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://bim.lbg.ac.at/de/artikel/alle-4-jahre-wieder-greta-bericht-des-europarates-zu-menschenhandel-osterreich">Alle 4 Jahre wieder – GRETA-Bericht des Europarates zu Menschenhandel in Österreich</a> Website des <a href="Ludwig_Boltzmann_Institut_f%C3%BCr_Menschenrechte" class="mw-redirect" title="Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte">Ludwig Boltzmann-Instituts für Menschenrechte</a>, abgerufen am 15. Juli 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.skmr.ch/de/themenbereiche/migration/artikel/bekaempfung-menschenhandel.html">Bekämpfung des Menschenhandels. Evaluation der Schweiz durch internationale Experten: Bestandsaufnahme und kritische Rückmeldung zu den im Kampf gegen den Menschenhandel bereits unternommenen Schritten</a> Website des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR), abgerufen am 15. Juli 2017.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32002F0629">ABl. Nr. L 203, 1. August 2002, S. 1</a></span></span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">ABl. EU vom 9. Dezember 2005, S. 1.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32011L0036">Richtlinie 2011/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates</a></span>. In: <i><a href="Amtsblatt_der_Europ%C3%A4ischen_Union" title="Amtsblatt der Europäischen Union">Amtsblatt der Europäischen Union</a>.</i> L 101,15. April 2011, S. 1.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.buzer.de/gesetz/12201/index.htm">BGBl. I 2016, S. 2226</a>.</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:12012P/TXT">Charta der Grundrechte der Europäischen Union</a></span> ABl. C 326/391 vom 26. Oktober 2012.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EGMR&Datum=07.01.2010&Aktenzeichen=25965%2F04">EGMR, Rantsev./.Zypern u. Russland, Urteil vom 7. Januar 2010, 25965/04</a>.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.icty.org/case/kunarac/4">IStGH, Urteil vom 12. Juni 2002, Dragolub Kunarac u. a., IT-96-23-T/-23/1-A.</a></span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Menschenrechte" title="Deutsches Institut für Menschenrechte">Deutsches Institut für Menschenrechte</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/menschenhandel/basisinformationen-zu-menschenhandel/was-ist-menschenhandel/"><i>Was ist Menschenhandel?</i></a> abgerufen am 6. Juli 2017.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20100107_AUSL000_000BSW25965_0400000_000">Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Kammer I, Beschwerdesache Rantsev gegen Zypern und Russland, Urteil vom 7. Januar 2010, Bsw. 25965/04</a> Newsletter Menschenrechte NL 2010,20. <a href="Rechtsinformationssystem_des_Bundes" title="Rechtsinformationssystem des Bundes">RIS</a>, ausführliche Zusammenfassung, abgerufen am 7. Juli 2017.</span>
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<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Rainer_Hofmann" title="Rainer Hofmann">Rainer Hofmann</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.jura.uni-frankfurt.de/50633881/_-17-Menschenrechtsschutz.pdf"><i>Sonstige Rechte der EMRK im Überblick</i></a> ohne Jahr, abgerufen am 6. Juli 2017.</span>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) (Hrsg.): Severe labour exploitation – workers moving within or into the European Union, 2015.</span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">KOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e. V.: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160325200002/https://www.kok-gegen-menschenhandel.de/fileadmin/user_upload/medien/Publikationen_KOK/KOK_Arbeitsausbeutung.pdf"><i>Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 25. März 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Berlin, 2014.</span>
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<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Minderoo_Foundation" title="Minderoo Foundation">The Minderoo Foundation</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.globalslaveryindex.org/findings/"><i>Global Slavery Index</i></a>, 2016.</span>
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<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">E. Benjamin Skinner: <i>Menschenhandel – Sklaverei im 21. Jahrhundert.</i> Bastei Lübbe, 2008. ISBN 978-3-7857-2342-5.</span>
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<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Bundeskriminalamt (Hrsg.): <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160204203251/http://www.bka.de/nn_231620/DE/ThemenABisZ/Deliktsbereiche/Menschenhandel/Lagebilder/lagebilder__node.html?__nnn=true%7C">Lagebilder Menschenhandel</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. Februar 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Bundeskriminalamt: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160304203456/http://www.bka.de/nn_193370/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Menschenhandel/menschenhandelBundeslagebild2013,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/menschenhandelBundeslagebild2013.pdf"><i>Bundeslagebild Menschenhandel 2013</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. März 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), zuletzt geprüft am 23. Januar 2015.</span>
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.kok-gegen-menschenhandel.de%2Fmitgliedsorganisationen-fachberatungsstellen.html">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar) am <span style="white-space:nowrap;">4. Februar 2016</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 4. Februar 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMenschenhandel&rft.title=KOK+%E2%80%93+Mitgliedsorganisationen%2FFachberatungsstellen&rft.description=KOK+%E2%80%93+Mitgliedsorganisationen%2FFachberatungsstellen&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20160204134751%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.kok-gegen-menschenhandel.de%2Fmitgliedsorganisationen-fachberatungsstellen.html&rft.creator=KOK+e.%26nbsp%3BV.&rft.source=http://www.kok-gegen-menschenhandel.de/mitgliedsorganisationen-fachberatungsstellen.html"> </span></span>
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